Naturheilpraxis  Christina Junkers                
 
Heilpraktikerin


PIMS / MIS-C / PMIS / multi-entzündliches Syndrom bei Kindern

und im Vergleich dazu das Kawasaki-Syndrom


Die auffälligen Symptome des Kawasaki-Syndroms

 


 


 


 


Himbeerzunge mit aufgesprungenen Lacklippen.

Hautablösung an Händen und Füßen nach ca. 2-3 Wochen.

Fleckige Hautausschläge an Brust, Bauch und Rücken.

Hautausschläge können den ganzen Körper betreffen.



Seit dem Mai 2020 gilt PIMS auch MIS-C, PIMS-TS oder PMIS genannt, als neue, äußerst seltene Kinderkrankheit, die durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. Diese Erkrankung ist in Europa und den USA bei Kindern jeden Alters zu beobachten. PIMS ähnelt zum Teil dem Kawasaki-Syndrom oder dem toxischen Schocksyndrom.

Ich beschäftige mich ausführlich mit dem Immunsystem und seiner Aktivierung bei Immunschwäche beziehungsweise dessen Regulierung bei Allergien und AutoimmunerkrankungenIch möchte Sie daher über die aktuelle Lage aufklären.

In Großbritannien ist diese Krankheit zuerst aufgefallen und hat den Namen MIS-C  "multi-entzündliches Syndrom bei Kindern" bekommen. Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie hat bei Veröffentlichungen die neue Krankheit als PIMS  eingeführt.

Zu Beginn wurden aus allen europäischen Ländern und aus der USA einzelne Fälle der neuen Kinderkrankheit PIMS oder MIS-C bekannt die man nicht zuordnen konnte. Die hohe Befürchtung, dass es viele Kinder betreffen könnte relativierte sich im Juni 2020.

  • Meldungen zu Beginn der Pandemie:  Europa 230 Kinder ECDC Meldung vom 15.05.2020;  135 Kinder in Frankreich Stand 15.05.2020; In der Schweiz 10 Kinder Stand vom 19.05.2020;  109 Kinder in New York Stand 15.05.2020; 10 Kinder Deutschland Stand 24.05.2020; Dresden 2 Kinder Stand 15.05.2020; Hannover 4 Kinder Stand 29.05.2020; In Europa zwei Kinder und in den USA drei Kinder an PIMS gestorben Stand 26.06.2020

Das Immunsystem reagiert bei diesen Kindern 4-12 Wochen nach einer  SARS-CoV-2 Infektion und entwickelte die neue Kinderkrankheit. Bei dieser Erkrankung ist das Immunsystem immer noch hochgefahren und zu aktiv, deshalb greift es die Blutgefäße an. Es führt zu erheblichen Herzproblemen, auch in Einzelfällen zu Herzinfarkten. 

Die Symptome werden von amerikanischen und italienischen Ärzten wie folgt beschrieben: die Kinder haben hohes Fieber und klagen über starke Bauchschmerzen, oft haben die Kinder einen Hautausschlag. In den bekannten Fällen kam es zudem zu einem toxischen Schock­syndrom, mit einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutdrucks und einer Störung der Herzfunktion.


Heute gibt es ein deutsches Register, dass vom DGPI = Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, e.V. geführt wird und wöchentlich die neusten Zahlen veröffentlicht. 

Einordnung: In den 20 Wochen der 2. Welle, zwischen Oktober 2020 und Februar 2021, wurden 200 PIMS Fälle in Deutschland  bekannt, demnach im Durchschnitt pro Woche etwa 10 Kinder die dieses Syndrom entwickelten. Im gleichen Zeitraum hatten sich jedoch  durchschnittlich etwa 14.000 Kinder pro Woche  mit SARS-CoV-2 infiziert. Somit ist PIMS eine seltene Kinderkrankheit mit einem aktuellen Risiko von 1:1400.

Fälle werden als PIMS gewertet, wenn folgendes vorliegt: 
(1) Fieber, 
(2) erhöhte systemische Entzündungsparameter = Inflammationsparameter (CRP oder PCT), 
(3) mindestens zwei Organbeteiligungen 
(4) Gewissheit einer aktuellen (positiver SARS-CoV-2 PCR- oder Antigen-Nachweis) oder  (positive SARS-CoV-2 Serologie) SARS-CoV-2-Infektion oder eines SARS-CoV-2-Kontaktes nachgewiesen wurden. 
(5) andere infektiologische Ursachen ausgeschlossen werden konnten.

PIMS-Fälle können sich als 3 verschiedene klinische Syndrome präsentieren:

  1. reine PIMS-Fälle bis zum 21.03.2021 wurden  91 Fälle in Deutschland gemeldet, die nach der obigen Falldefinition und Bewertung, mit max. einem Kawasaki-Kriterium (als SARS-CoV-2 non-Kawasaki-PIMS [non-KS-PIMS] bezeichnet werden)
  2. KS = Kawasaki-Syndrom Fälle bis zum 21.03.2021 wurden 7 Fälle in Deutschland gemeldet, diese erfüllen mind. 2 der 5 Kawasaki-Kriterien (als SARS-CoV-2 Kawasaki-Syndrom [KS] gewertet)
  3. KS-PIMS Fälle, bis zum 21.03.2021 wurden 147 Fälle in Deutschland gemeldet, die neben den PIMS Kriterien auch mind. 2 bis 5 Kawasaki-Kriterien erfüllen (als SARS-CoV-2 PIMS + Kawasaki-Syndrom [KS-PIMS] bezeichnet werden)
  • Es gibt Fälle die den oben genannten auffällig ähnlich sind, aber nicht mit einer SARS-CoV-2 Infektion  in Verbindung gebracht werden konnten. Auch diese werden registriert und als non-SARS-CoV-2 Kawasaki Syndrom bezeichnet. Bis zum 21.03.2021 wurden 56 Fälle in Deutschland gemeldet

 

Weiter unten in der Spalte finden Sie die Symptome eines reinen PIMS Syndroms und die Symptome eines reinen Kawasaki Syndroms, wie sie unter Punkt 3 lesen konnten gibt es zwischenzeitlich Kombinationen aus beiden, die dann KS-PIMS genannt werden.


Was weiß man über Autoimmunerkrankungen

Man geht aktuell davon aus, dass einer Autoimmunerkrankung ein Infekt oder starker Reiz vorausgegangen ist. 

Extrem vereinfacht ausgedrückt wird normalerweise das Immunsystem im Krankheitsfall aktiviert und nach Genesung wieder deaktiviert. Wird das Immunsystem nicht deaktiviert, kann es zu einer Autoimmunerkrankung kommen.

Das Immunsystem, das uns in der Regel vor Bakterien, Viren, Pilzen und Krebszellen schützt, besteht aus den weißen Blutkörperchen auch Leukozyten* genannt und dem Komplement-System. Bei einer Autoimmunerkrankung sind diese Leukozyten völlig fehlgesteuert und greifen keinen Erreger an, sondern die eigenen lebenswichtigen Strukturen des Körpers.


Funktionsweise einer Autoimmunreaktion:

  1. Aus verschiedenen Gründen bilden B-Zellen* Auto-Antikörper, die gegen körpereigene gesunde Zellen gerichtet sind, oder es kommt zur Bildung auto-reaktiver T-Zellen*.
  2. Die Auto-Antikörper binden an körpereigenen gesunden Zellen und alarmieren Fresszellen* und zytotoxische T-Zellen*.
  3. Die Fresszellen* und zytotoxischen T-Zellen* sorgen für eine massive lokale Entzündung der Strukturen, attackieren und beschädigen das jeweilige Organ beziehungsweise Gewebe.
  4. Das betroffene Organ oder Gewebe nimmt massiven Schaden und kann seine Funktion nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausführen.
  5. Wird nichts unternommen, dann nehmen die Strukturen weiter Schaden, bis das Gewebe oder Organ nicht mehr funktionsfähig ist. Wenn durch diese Prozesse auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden, wird der Autoimmunprozess lebensgefährlich.

Im vorliegenden Fall (PIMS) kommt es zu Autoimmunprozessen, bei denen Arterien im ganzen Körper angegriffen werden und nicht mehr ihre volle Funktion erfüllen können. 


Link zum   Dashboard des DGPI


Die Altersverteilung bei PIMS ist vollkommen untypisch zu anderen Autoimmunerkrankungen bei Kindern. 



Die 109 Fälle in New York vom 15.05.2020 verteilten sich wie folgt:

24 Kleinkinder  im Alter zwischen 0-4 Jahren

31 Kinder im Alter zwischen 5-9 Jahren

31 Kinder im Alter zwischen 10-14 Jahren 

23  Jugendliche im Alter zwischen 15-21 Jahren

Stand 15.05.2020

Häufige Autoimmunerkrankungen bei Kindern


Kawasaki-Syndrom

Purpura Schoenlein-Henoch


SARS-CoV-2 bei Kindern

 Diese Aufstellung ist aus dem Lagebericht des RKI vom 21.03.2021

  • Bisher waren bei den registrierten Infizierten mit dem Virus SARS-CoV-2 ---> Link   etwa jeder 8. ein Kind und Jugendlicher, das entspricht ungefähr 13 % der registrierten Infizierten.
  • Es wurden etwa 345.000 Kinder und Jugendliche als Infiziert registriert.
  • Elf Kinder und Jugendliche sind laut RKI als verstorben gelistet. Diese Fälle werden noch genau überprüft.
  • Es gelten aktuell etwa 22.000  Kinder und Jugendliche als akut ansteckend.
  • In der Regel haben Kinder mit SARS-CoV-2 Infektion keine oder so geringe Symptome ---> Link, dass die Krankheit oft nicht erkannt wird. Aus diesem Grund geht man von einer hohen Dunkelziffer aus, diese könnte 5-10 Mal höher liegen. 

In eigener Sache

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen regelmäßig unter Erkältungssymptomen leiden, dann besteht eine Abwehrschwäche. Die Erreger werden beim Eintritt in den Körper nicht ausreichend angegriffen und können sich durch die geringere Gegenwehr stärker vermehren als üblich. 

Um zu erfahren, wie Sie Ihr Immunsystem langfristig stärken können,  im Alltag fit werden und Ihr Körper widerstandsfähiger wird, können Sie mich gerne kontaktieren. Die Kontaktdaten finden Sie am unteren Rand dieser Seite.  

Mögliche Symptome einer PIMS Erkrankung:

  • 100% Fieber (> 38,0°C)
  • 73% Hautauschlag (Exanthem) mit Schuppung 
  • 69% Schleimhaut: Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Erdbeerzunge (Enanthem)
  • 77% Bauchschmerzen, Magenschmerzen (Abdominalschmerz), Durchfall (Diarrhö), Erbrechen (Emesis)
  • 30% obere Atemwege, 54% untere Atemwege
  • Lymphknotenschwellung, vor allem im Nacken
  • geschwollene Hände und/oder Füße
  • 82% Herz-Kreislaufbeschwerden, Herzrhythmusstörungen

Sollten Sie Symptome bei Ihrem Kind feststellen, dann  zögern Sie nicht und wenden sich umgehend an den Kinderarzt. Falls der Kinderarzt nicht erreichbar ist, dann wenden Sie sich an das nächste Kinderkrankenhaus. Adressen finden Sie weiter unten auf dieser Seite. 

Im Notfall wenden Sie sich telefonisch an die  Rufnummer 112.




Mögliche Symptome des Kawasaki-Syndroms:

  • 100% haben über Tage sehr starkes Fieber.
  • Bei 80% fleckige Hautauschläge mit Schwellung und Rötung an Brust, Bauch, Rücken. Die Hautausschläge können den ganzen Körper betreffen.
  • 90% haben eine Himbeerzunge auch Erdbeerzunge genannt, eine leuchtend rote Zunge und hoch rote Mundschleimhaut.
  • Bei 90% findet man Lacklippen, die Lippen sind gerötet und im Verlauf springen die Lippen auf.
  • Beidseitige Bindehautentzündung ist sehr häufig, rote Augen ohne Eiterbildung.
  • Bei 66% Lymphknotenschwellung, häufig am Hals.
  • Bei 100% schält sich nach zwei bis drei Wochen die Haut an Händen und Füßen.
  • Atemnot
  • Entzündungen: Myokarditis, Perikarditis.  Das Herz mit seinen Koronararterien ist oft betroffen.

Es gibt Fälle, die nicht das  Vollbild zeigen, aber immer kommt es nach ca. 2-3 Wochen zur Schuppung beziehungsweise  Abschälung der Haut an Händen und Füßen. Eine Kontrolle der Herztätigkeit sollte dann unbedingt erfolgen, um gegebenenfalls Schäden am Herzen operativ oder endoskopisch behandeln zu können.

Normalerweise erkranken am Kawasaki-Syndrom in Deutschland etwa 7 von 100.000 Kinder, 75% sind jünger als 5 Jahre. 

Unbehandelt liegt die Sterberate bei 2%. 

Trotz bester Behandlung kommt es bei 25% der Kinder zu Komplikationen, die vor allem die Koronararterien sowie die Herzklappen betreffen und eine Herzinsuffizienz zur Folge hat.

Adressen:

Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret

  •     Adresse: Dieburger Str. 31 · 64287 Darmstadt
  •     Telefon: 06151 4023020 

Clementine Kinder­hospital

·       Adresse: Theobald-Christ-Str. 16  60316 Frankfurt am Main

·       Telefon: 069 949920

Universitätsklinikum Heidelberg - Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

  • Adresse: Im Neuenheimer Feld 430 · 69120 Heidelberg
  • Telefon: 06221 564002

Kinderklinik Mannheim

·       Adresse: Theodor-Kutzer-Ufer 1-3 · 68167 Mannheim

·       Telefon: 0621 3832646

Kinderklinik

·       Adresse: Schloßhof 1 · 63755 Alzenau

·       Telefon: 06021 323690

Universitäts-Klinikum Kinderklinik

·       Adresse: Langenbeckstr. 1 · 55131 Mainz

·       Telefon: 06131 176067

Naturheilpraxis Christina Junkers





Liebe Patientinnen und Patienten,

folgende Änderungen sind in der aktuellen epidemischen Phase für Sie neu:

  • Ich empfange Sie mit einem Mund-Nasenschutz.
  • Falls Sie keinen eigenen Mund-Nasenschutz haben, erhalten Sie einen von mir. 
  • Zu Beginn erfolgt eine Hände Desinfektion.
  • Ansonsten verläuft die Therapie, wie Sie es gewohnt sind.


Als Heilpraktikerin darf ich Sie leider nicht behandeln, wenn Sie akut an COVID-19 erkrankt sind. 
Gerne unterstütze und begleite ich Sie in der Phase Ihrer Regeneration.

Bei der Behandlung des SARS-CoV-2 Virus unterliegen alle Heilpraktiker dem Behandlungsverbot unter § 24 IfSG.