Naturheilpraxis  Christina Junkers                
 
Heilpraktikerin


   PIMS / multi-entzündliches Syndrom bei Kindern mit Abgrenzung zum Kawasaki-Syndrom


Häufige und seltene Symptome bei PIMS 

 


 


 


 


Himbeerzunge mit aufgesprungenen Lacklippen.

Hautablösung an Händen und Füßen nach ca. 2-3 Wochen.

Fleckige Hautausschläge an Brust, Bauch und Rücken.

Hautausschläge können den ganzen Körper betreffen.


 


Inhalte

  1. Statistik zu PIMS bei Kinder
  2. Statistik zu SARS-CoV-2 bei Kinder
  3. Mögliche Folgeerkrankungen nach COVID-19
  4. Erkenntnisse und Einordnung zu PIMS 
  5. Erklärung: Wie entsteht eine Autoimmunerkrankungen?
  6. Andere häufige Autoimmunerkrankungen 
  7. Symptome und deren Häufigkeit bei PIMS, KS-PIMS und Kawasaki-Syndrom
  8. Adressen der Kinderkliniken in Südhessen

 





Seit dem Mai 2020 gilt PIMS  als neue und äußerst seltene Kinderkrankheit, die durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. 


PIMS ähnelt zum Teil dem Kawasaki-Syndrom oder dem toxischen Schocksyndrom.

       

1. Verteilung
Quelle: Wöchentlicher Lagebericht des DGPI  vom 03.10.2021                                         Nächste Aktualisierung am  15.10.2021


PIMS und KS Verteilung nach Syndrom Art 

424 Fälle die durch SARS-CoV-2 ausgelöst wurden 
und 72 Fälle die nicht im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 stehen. 
Zeitraum Mai 2020 bis 03.10.2021

1. 168 Fälle  PIMS non KS = PIMS ohne Kawasaki Syndrom durch SARS-CoV-2

2.   10 Fälle  KS = Kawasaki Syndrom durch SARS-CoV-2  

3. 246 Fälle  KS-PIMS = PIMS mit Kawasaki Syndrom durch SARS-CoV-2

+  72 Fälle KS non SARS = Kawasaki Syndrom ohne Kontakt zu SARS-CoV-2


Informationen  zu den verschiedenen Syndromen, finden Sie weiter unten in der Spalte:
unter Punkt   4. Erkenntnisse und Einordnung zu PIMS; 
unter Punkt 7a + 7b. Symptome eines PIMS, KS-PIMS und Kawasaki-Syndrom




Altersverteilung bei PIMS, KS-PIMS  Quelle: DGPI

22 % der Betroffenen sind Neugeborene und Kleinkinder
           im Alter zwischen 0-3 Jahre

20 % der Betroffenen sind Kinder im Alter zwischen 4-6 Jahre

30 % der Betroffenen sind Kinder im Alter zwischen 7-10 Jahre

19 % der Betroffenen sind Kinder im Alter zwischen 11-14 Jahre 

  9 % der Betroffenen sind Jugendliche und junge Erwachsene 
         im Alter zwischen 15-21 Jahre



Verteilung nach Geschlecht  Quelle: DGPI       

35% der an PIMS und an KS-PIMS Erkrankten sind weiblich
65% der an PIMS und an KS-PIMS Erkrankten sind männlich





2. SARS-CoV-2 bei Kindern bis 14 Jahre
QuelleLagebericht des RKI vom 03.10.2021


  • Bisher waren bei den Infizierten mit dem Virus SARS-CoV-2   11,5% Kind bis 14 Jahre. Es wurden bisher 487.075 Kinder (zwischen 0 - 14 Jahren) als Infiziert registriert. 



  • Es gelten aktuell etwa 15.300  Kinder bis 14 Jahre als akut ansteckend.


  • 26 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre, sind laut RKI als verstorben gelistet. Bei 17 der Verstorbenen war eine gravierende Vorerkrankung bekannt.


  • Verteilung nach Geschlecht:                                                                     48% der an COVID-19 Erkrankten Kinder sind weiblich                       52% der an COVID-19 Erkrankten Kinder sind männlich



3. Folgeerkrankungen nach COVID-19

In der Regel haben Kinder, die an dem Virus SARS-CoV-2 erkranken, so wenige Symptome, dass die Krankheit oft nicht erkannt wird. 

Es ist ohne weiteres möglich mehrmals an COVID-19 zu erkranken.

Die folgenden Erkrankungen können auch nach einem sehr leichten COVID-19 Verlauf ausgelöst werden. Auffällig ist, dass speziell die Autoimmunerkrankungen häufig bei einem unbemerkten Verlauf von COVID-19 ausgelöst werden.

  • WHO ICD-10 Code                                                                U10.9  PIMS                                                

PIMS und KS-PIMS sind Autoimmunerkrankungen, bei diesen werden die Blutgefäße vom eigenen Immunsystem angegriffen (Vaskulitis). Von den 414 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die nach einer SARS-CoV-2 Infektion PIMS oder KS-PIMS entwickelt hatten, waren 91% Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Das Risiko  für Kinder diese Erkrankung zu entwickeln liegt bei etwa 1 : 1000
Mehr Erklärung:  
unter Punkt   5. Wie entsteht eine Autoimmunerkrankung; 
unter Punkt → 4. Erkenntnisse und Einordnung zu PIMS; 
unter Punkt  7a. Symptome bei PIMS und KS-PIMS 


  • WHO ICD-10 Code

     M30.3   Kawasaki-Syndrom   / 
        mukokutanes  Lymphknotensyndrom (MCLS)

Das Kawasaki-Syndrom kann auch durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden. Das KS  ist eine akute, fieberhafte, systemische            Autoimmunerkrankung, die durch Entzündungen der kleinen und mittleren Blutgefäße (Vaskulitis) gekennzeichnet ist. Zusätzlich ist eine systemische Entzündung in vielen Organen vorhanden.     
Mehr Erklärung:  
unter Punkt   5. Wie entsteht eine Autoimmunerkrankung; 
unter Punkt   7b. Symptome Kawasaki-Syndrom   



Es haben laut RKI, etwa 19.000 Kinder (4% der Kinder zwischen 0 - 14 Jahren) ein Long-COVID-Syndrom oder Post-COVID-19 Zustand  entwickelt, nachdem diese an Corona erkrankt waren. 
Diese Erkrankung äußert sich durch eine sehr lange                            Rekonvaleszenz Phase, mit folgenden variierenden Symptomen: Gedächtnisstörungen, Wortfindungsstörungen, Schlafstörungen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Bauchschmerzen sowie diverse weitere Symptome.                                       
Long-COVID kann die Erkrankung um Wochen und mehrere Monate verlängern. Bei vielen dieser erkrankten Kinder ist in dieser Phase ein Schulbesuch nicht mehr möglich.
 Das Risiko für Kinder dieses Syndrom zu entwickeln liegt bei 1 : 25                   


Das chronische Erschöpfungssyndrom auch Myalgische Enzephalomyelitis (ME), ist eine chronische Erkrankung, die als Leitsymptom eine außergewöhnlich schnelle körperliche und geistige Erschöpfbarkeit aufweist und in extremen Fällen bis zu einer weitreichenden Behinderung und zu Pflegebedürftigkeit führen kann. Trotz ungeklärter Ursachen und Entstehungsmechanismus ist das Syndrom als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt.          


Laut RKI haben 20% aller an COVID-19 Erkrankten mit einer Anosmie, also einer Geruchs- und/oder Geschmacksstörung zu kämpfen. Wobei diese Störung bei Kindern nicht im gleichen Maße zu beobachten ist, wie bei Erwachsenen. Diese Störung kann viele Monate andauern und ist in bestimmten Fällen eventuell nicht heilbar. Hier fehlen noch die Langzeiterkenntnisse.





4. Erkenntnisse und Einordnung zu PIMS

In Großbritannien ist diese Krankheit zuerst aufgefallen und hatte dort den Namen MIS-C  "multi-entzündliches Syndrom bei Kindern" erhalten. 

Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie = DGPI hatte bei Veröffentlichungen die neue Krankheit als PIMS  eingeführt.

Zu Beginn im Mai 2020 wurden aus allen europäischen Ländern und aus der USA einzelne Fälle der neuen Kinderkrankheit PIMS  bekannt die man nicht zuordnen konnte. Die hohe Befürchtung, dass es sehr viele Kinder betreffen könnte relativierte sich im Juni 2020.

  • Meldungen zu Beginn der Pandemie:  Europa 230 Kinder ECDC Meldung vom 15.05.2020;  135 Kinder in Frankreich Stand 15.05.2020; In der Schweiz 10 Kinder Stand vom 19.05.2020;  109 Kinder in New York Stand 15.05.2020; 10 Kinder Deutschland Stand 24.05.2020; Dresden 2 Kinder Stand 15.05.2020; Hannover 4 Kinder Stand 29.05.2020; In Europa zwei Kinder und in den USA drei Kinder an PIMS gestorben Stand 26.06.2020

Das Immunsystem reagierte bei diesen Kindern 2-12 Wochen nach einer  SARS-CoV-2 Infektion und entwickelte die neue Kinderkrankheit. Bei dieser Erkrankung ist das Immunsystem immer noch hochgefahren und zu aktiv, deshalb greift das eigene Immunsystem die Blutgefäße an. Es führt zu erheblichen Herzproblemen, auch in Einzelfällen zu Herzinfarkten. 

Die Symptome wurden damals von amerikanischen und italienischen Ärzten wie folgt beschrieben: die Kinder hatten hohes Fieber und klagten über starke Bauchschmerzen, oft hatten die Kinder einen Hautausschlag. In den bekannten Fällen kam es zudem zu einem toxischen Schock­syndrom, mit einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutdrucks und einer Störung der Herzfunktion. 

Mehr Information zu den heutigen Erkenntnissen 
unter  Punkt 7a.   Symptome bei PIMS, KS-PIMS 
→ Punkt 7b.   Symptome bei KS


Seit Mai 2020 gibt es ein deutsches Register, dass vom DGPI = Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, e.V. geführt wird und wöchentlich die neusten Zahlen veröffentlicht. 


Aktuelle Einordnung: 

  • Bisher wurden über 450.000 Kinder (bis 14 Jahre) als infiziert registriert und es entwickelten 168 Kinder PIMS sowie 246 Kinder KS-PIMS. 
  • Somit besteht ein Risiko von ca. 1 : 1000
  • Da die Dunkelziffer der Infizierungen um ein vielfaches höher liegt, ist das Risiko noch geringer.


Fälle werden als PIMS gewertet, wenn folgendes vorliegt: 
(1) Fieber, 
(2) erhöhte systemische Entzündungsparameter = Inflammationsparameter CRP und PCT 
(3) mindestens zwei Organbeteiligungen 
(4) Gewissheit einer aktuellen positiver SARS-CoV-2 Erkrankung durch PCR- oder Antigen-Nachweis oder  positive SARS-CoV-2 Serologie. Voraussetzung ist, dass eine SARS-CoV-2-Infektion oder eines SARS-CoV-2-Kontakt nachgewiesen wurden. 
(5) andere infektiologische Ursachen ausgeschlossen werden konnten.


PIMS-Fälle       3 unterschiedliche Syndrome                Um PIMS vom Kawasaki Syndrom Abgrenzen zu können, werden die Fälle folgendermaßen eingestuft:

  1. PIMS Fälle, bis zum 03.10.2021 wurden  168 Fälle in Deutschland gemeldet, mit maximal nur einem Kawasaki-Kriterium werden als SARS-CoV-2 non-Kawasaki-PIMS [PIMS non KS] oder kurz als PIMS bezeichnet.
  2. KS = Kawasaki-Syndrom Fälle, bis zum 03.10.2021 wurden  10 Fälle in Deutschland gemeldet, diese erfüllen mind. 2 der 5 Kawasaki-Kriterien = SARS-CoV-2 Kawasaki-Syndrom [KS] . Diese Fälle waren mit einer SARS-CoV-2 Infektion verbunden.
  3. KS-PIMS Fälle, bis zum 03.10.2021 wurden 246 Fälle in Deutschland gemeldet, die neben den PIMS Kriterien auch mindestens 2 bis 5 Kawasaki-Kriterien erfüllen, diese werden als SARS-CoV-2 PIMS + Kawasaki-Syndrom [KS-PIMS] bezeichnet.
  • KS-non SARS Es gibt Fälle, die den oben genannten auffällig ähnlich sind, aber nicht mit einer SARS-CoV-2 Infektion  in Verbindung gebracht werden konnten. Auch diese werden registriert und als  Kawasaki Syndrom non-SARS-CoV-2    bezeichnet. Bis zum 03.10.2021 wurden 72 Fälle in Deutschland gemeldet. 


Mehr Informationen:  Weiter unten in der Spalte finden Sie die Symptome eines  PIMS Syndrom und die Symptome eines reinen Kawasaki Syndrom, wie sie unter Punkt 3 lesen konnten gibt es zwischenzeitlich Kombinationen aus beiden, die dann KS-PIMS genannt werden.



5. Wie entsteht eine Autoimmunerkrankungen ?

Man geht aktuell davon aus, dass einer Autoimmunerkrankung eine Infektion oder ein starker Reiz vorausgegangen ist. 

Extrem vereinfacht ausgedrückt wird normalerweise das Immunsystem im Krankheitsfall oder bei Reizung aktiviert und nach Genesung wieder deaktiviert. Wird das Immunsystem nicht wieder gebremst, kann es zu einer Autoimmunerkrankung kommen.

Der Teil des Immunsystems, dass uns in der Regel vor Erregern (Bakterien, Viren, Pilzen, Würmern etc.) und Krebszellen schützt, besteht aus den weißen Blutkörperchen (lateinisch Leukozyten) und dem Komplement-System. Bei einer Autoimmunerkrankung sind Teile dieser Leukozyten* völlig fehlgesteuert und greifen keinen Erreger an, sondern die eigenen lebenswichtigen Strukturen des Körpers.


Funktionsweise einer Autoimmunreaktion:

  1. Aus verschiedenen (nicht bekannten) Gründen bilden fehlgesteuerte B-Zellen* Antikörper, die gegen körpereigene gesunde Zellen gerichtet sind, oder es kommt zur Bildung auto-reaktiver T-Zellen*.
  2. Diese, gegen den eigenen Körper gerichteten,  Antikörper nennt man Auto-Antikörper. Die Auto-Antikörper binden an körpereigenen gesunden Zellen und alarmieren Fresszellen* und zytotoxische T-Zellen*.
  3. Die Fresszellen* und zytotoxischen T-Zellen* sorgen für eine massive lokale Entzündung in den eigentlich gesunden Strukturen, attackieren und beschädigen das jeweilige Organ beziehungsweise Gewebe.
  4. Das betroffene Organ oder Gewebe nimmt massiven Schaden und kann seine Funktion nur noch eingeschränkt oder nicht mehr ausführen.
  5. Wird nichts unternommen, dann nehmen die Strukturen weiter Schaden, bis das Gewebe oder Organ nicht mehr funktionsfähig ist. Wenn durch diese Prozesse auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden, wird spätestens dann der Autoimmunprozess lebensgefährlich.

    *   weißen Blutkörperchen / Leukozyten

Im vorliegenden Fall PIMS , KS-PIMS sowie beim Kawasaki-Syndrom kommt es zu Autoimmunprozessen, bei denen Arterien im ganzen Körper vom eigenen Immunsystem angegriffen werden und diese Arterien nicht mehr ihre volle Funktion erfüllen können. 
Es kommt hierbei zu starken Entzündungsreaktionen, die das Herz, die Blutgefäße der Organe, sowie die Blutgefäße der Haut und Schleimhäute betreffen können.
Die Hälfte der Betroffenen Kinder musste auf Intensivstationen behandelt werden. In den vergangenen Monaten, seit Ausbruch des SARS-CoV-2 Virus,  ist es den Ärzten in Deutschland gelungen jedes Kind, Jugendlichen und jeden junger Erwachsener der ein PIMS, KS-PIMS oder ein Kawasaki-Syndrom entwickelt hatte zu retten.

Link zum   Dashboard des DGPI


6. Häufige Autoimmunerkrankungen bei Kindern


Kawasaki-Syndrom

Purpura Schoenlein-Henoch





7a. Mögliche Symptome einer PIMS  oder KS-PIMS Erkrankung:

  • 100%  100%Fieber (> 38,0°C)
  • 27%   83% fleckiger Hautauschlag (Exanthem)                                      nach einigen Tagen 2%   14% Schuppung 
  • Schleimhaut: 21%   82%  Bindehautentzündung (Konjunktivitis),        2%   59% Erdbeerzunge (Enanthem)
  • 75% Bauchschmerzen, Magenschmerzen (Abdominalschmerzen), Durchfall (Diarrhö), Erbrechen (Emesis), gilt für PIMS und KS-PIMS
  • 28% obere Atemwege, 51% untere Atemwege, gilt für PIMS und KS-PIMS
  • 13%   51% Lymphknotenschwellung, vor allem im Nacken
  • 6%   46% geschwollene Hände und/oder Füße
  • 77% Herz-Kreislaufbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, gilt für PIMS und KS-PIMS 
  • Von den 414 betroffenen Kinder mussten 53% auf Intensivstationen behandelt werden. Stand vom 03.10.2021


Sollten Sie Symptome eines KS einer PIMS oder KS-PIMS bei Ihrem Kind feststellen, dann  zögern Sie nicht und wenden sich umgehend an den Kinderarzt. 

Falls der Kinderarzt nicht erreichbar ist, dann wenden Sie sich an das nächste Kinderkrankenhaus. Adressen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

 Im Notfall wenden Sie sich telefonisch an die  Rufnummer 112.





7b. Mögliche Symptome des KSKawasaki-Syndrom:

  • 100% haben über Tage sehr starkes Fieber.
  • Bei 80%  Exanthem, ein fleckiger Hautauschlag mit Schwellung und Rötung an Brust, Bauch, Rücken. Die Hautausschläge können den ganzen Körper betreffen.
  • Bei 90% Enanthem, eine Himbeerzunge auch Erdbeerzunge genannt, eine leuchtend rote Zunge und hoch rote Mundschleimhaut.
  • Bei 90% findet man Lacklippen, die Lippen sind gerötet und im Verlauf springen die Lippen auf.
  • Beidseitige Bindehautentzündung ist sehr häufig, rote Augen ohne Eiterbildung.
  • Bei 66% Lymphknotenschwellung, häufig am Hals.
  • Bei 100% schält sich nach zwei bis drei Wochen die Haut an Händen und Füßen.
  • Atemnot
  • Entzündungen: Myokarditis, Perikarditis.  Das Herz mit seinen Koronararterien ist sehr oft betroffen.
  • Es gibt Fälle, die nicht das  Vollbild zeigen, aber immer kommt es nach ca. 2-3 Wochen zur Schuppung beziehungsweise  Abschälung der Haut an Händen und Füße. Achtung  → →      Eine Kontrolle der Herztätigkeit sollte dann unbedingt erfolgen, um gegebenenfalls Schäden am Herzen operativ oder mit Medikamenten behandeln zu können                       .


Normalerweise erkranken an KS (Kawasaki-Syndrom) in Deutschland etwa 7 von 100.000 Kinder zwischen 1-9 Jahre, 75% der Betroffenen sind normalerweise jünger als 5 Jahre. In den vergangenen Monaten seit dem Ausbruch von SARS-CoV-2 sind 10 Kinder an KS erkrankt die zuvor an COVID-19 erkrankten und 72 Kinder erkrankten an KS, bei denen es keinen Zusammenhang zu COVID-19 gab.

Unbehandelt liegt die Sterberate bei 2%. 

Trotz bester Behandlung kommt es bei 25% der Kinder zu Komplikationen, die vor allem die Koronararterien sowie die Herzklappen betreffen und eine Herzinsuffizienz zur Folge hat.




7.  Adressen Kinderkliniken in Südhessen:

Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret

  •     Adresse: Dieburger Str. 31 · 64287 Darmstadt
  •     Telefon: 06151 4023020 

Clementine Kinder­hospital

·       Adresse: Theobald-Christ-Str. 16  60316 Frankfurt am Main

·       Telefon: 069 949920

Universitätsklinikum Heidelberg - Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

  • Adresse: Im Neuenheimer Feld 430 · 69120 Heidelberg
  • Telefon: 06221 564002

Kinderklinik Mannheim

·       Adresse: Theodor-Kutzer-Ufer 1-3 · 68167 Mannheim

·       Telefon: 0621 3832646

Kinderklinik Alzenau

·       Adresse: Schloßhof 1 · 63755 Alzenau

·       Telefon: 06021 323690

Universitäts-Klinikum Kinderklinik

·       Adresse: Langenbeckstr. 1 · 55131 Mainz

·       Telefon: 06131 176067